Warnmeldung Ackerbau Nr. 31

 
  
  

Sehr geehrte Damen und Herren im Warndienstverteiler,

wie „alle Jahre wieder“ geht ein ereignisreiches Jahr, auch aus Sicht des Ackerbaues, zu Ende. Gestartet mit reichlich Niederschlag und durch die feuchtere Aussaat im Herbst 2019 nicht gerade üppigen Beständen, konnte man ab Vegetationsbeginn fast ununterbrochen die anfallenden Feldarbeiten verrichten…leider…denn Regen war nicht mehr in Sicht. In der Rheinebene wurden bereits zum Auflaufen der ein oder andere Zuckerrübenschlag beregnet, im Nachhinein genau die richtige Entscheidung. Ein trockener März und April lässt den frühen Getreidekrankheiten kaum eine Chance der Entwicklung und so wuchsen gesunde Getreidebestände heran. In dieser Phase ohne Bodenfeuchtigkeit war die Bekämpfung von Unkräutern in Zuckerrüben und Sojabohnen eine echte Herausforderung. Die Getreidebestände hatten Anfang Mai weiter ihre Bestandesdichte reduziert und man sah mit Bangen der Getreideernte entgegen. Am 10.05. kam dann der lang ersehnte flächendeckende Regen und bescherte für viele Betriebe die größte Getreideernte der letzten Jahre. Wer hätte das gedacht. Auch die Aussaatbedingungen für den Winterraps waren in diesem Jahr optimal, dies spiegelt sich aktuell in sehr schönen Beständen in unserem Dienstbezirk wieder. Bei den Kulturen Zuckerrüben, Mais und Sojabohnen waren die Erträge sehr unterschiedlich. Je nachdem, wer im Frühjahr ein Gewitter erwischte hatte mehr oder weniger Glück. Die Aussaatbedingungen für das Wintergetreide waren optimal, das sind gute Bedingungen für eine gelungene Jugendentwicklung und lasst optimistisch ins neue Jahr blicken.

Wir möchten Sie auch in der kommenden Vegetationsperiode mit aktuellen und praxisbezogenen Informationen unterstützten.

Für Verbesserungsvorschläge von Ihrer Seite sind wir offen und dankbar.

Für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen des zurückliegenden Jahres möchten wir uns herzlich bei Ihnen bedanken.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie besinnliche Weihnachtstage und ein gesundes neues Jahr!

Sachkunde Fortbildung:

Wer seit dem 01.01.2013 sachkundig im Pflanzenschutz ist (das sind ca. 95% aller Anwender) befindet sich aktuell im dritten drei Jahres Zeitraum (2019 – 2020 -2021)

In diesem Zeitraum müssen 4 Stunden einer Sachkunde Fortbildung nachgewiesen werden. Wie wir im kommenden Jahr anhand der aktuellen Situation Fortbildungen anbieten können ist noch nicht ganz geklärt. Am 24.02.2021 findet in Angelbachtal der Baden – Württembergische Pflanzenschutz Tag statt. Hier werden 4 Stunden bestätigt. Eine Online Version ist je nach Corona – Auflagen zu dieser Zeit angedacht. Wir werden zusätzliche 2 stündige Fortbildungen anbieten und Sie darüber rechtzeitig informieren.

Termine:

Für die Einarbeitung von Zwischenfrüchten gelten folgende Termine:

FAKT-Begrünungen mit dem Code 40 und 41: Ab dem 21. November.

Brachebegrünung ohne ÖVF Code 42: Ab dem 21. November.

Brachebegrünung mit ÖVF Code 43: Ab dem 01. Januar (mulchen ab 21. November)

Zwischenfrüchte als ÖVF Code 20: Ab dem 16. Januar

In Wasserschutzgebieten die besonderen Auflagen beachten!

Erosionsschutzkataster:

Flächen, die als CC Wasser 1 und CC Wasser 2 eingestuft sind, dürfen zwischen dem 01.12. und dem 15.02. nicht gepflügt werden. Bei CC Wasser 1 Flächen entfällt diese Auflage, wenn Sie den kompletten Schlag quer zum Hang bewirtschaften. Halten Sie im Zweifelsfall Rücksprache mit Ihrem Landwirtschaftsamt.


 

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