Warnmeldung Ackerbau Nr. 26



Wir informieren Sie über Wintergerste und Winterweizen

Wintergerste:

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Wintergerste unter optimalen Bodenbedingungen gesät worden. Viele Betriebe haben die letzten Tage genutzt, um eine frühe Herbizidmaßnahme in den Auflauf der Gerste zu legen. Dieser Termin war sehr gut gewählt. Auch zu Wochenbeginn eröffnet sich laut Wetterprognose erneut ein Zeitfenster für Herbizidmaßnahmen. Ist der Ackerfuchsschwanz noch sehr klein und erst am durchstoßen, kann mit den bekannten Bodenherbiziden gearbeitet werden. Bildet sich bereits das zweite Blatt vom Ackerfuchsschwanz ist es für diese Mittel zu spät. Dann sollte noch länger abgewartet werden, bis zum zwei bis drei Blatt Stadium und zum Bodenherbizid 0,9 Liter/ha das blattaktive Axial 50 zugemischt werden.

Bei den aktuellen Temperaturen ist es an der Läusefront noch entspannt. Dies kann sich vor allem in den wärmeren Lagen unseres Dienstbezirkes schnell ändern. Läuse können Überträger von Verzwergungsviren sein. Achten Sie deshalb ab dem zwei bis drei Blattstadium der Wintergerste auf Befall. Idealerweise geht das in den sonnigen Mittagsstunden, wenn Sie den Bestand gegen das Sonnenlicht betrachten. Sie sehen dann die Läuse als schwarze Punkte an den Blättern. Aber vergewissern Sie sich, dass es keine Erdpartikel sind. Der Richtwert für eine Bekämpfung liegt bei 20% Befall.

Winterweizen:

Im Herbizidbereich gilt für früh gesäten Winterweizen das gleiche wie bei der Wintergerste. Achten Sie bei der Verwendung von Chlortoluron haltigen Produkten auf die Sortenverträglichkeit. Wir erinnern nochmals auf das Verbot dieses Wirkstoffes auf drainierten Flächen. Das Produkt Trinity ist hiervon, bei Anwendungen bis zum 01. November, ausgenommen.

 

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