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Warnmeldung Ackerbau Nr. 14

Datum: 22.05.2019

 

Durchsage vom 22.05.2019 Nr. 14

Wir informieren Sie über Zuckerrüben, Winterweizen, Mais, Sommergerste, Körnererbsen und Feldhygiene

Zuckerrüben:

Nach dem Niederschlag könnte noch einmal eine Unkrautwelle auflaufen. Bevor die Zuckerrüben ab dem Sechsblattstadium zu viel Bodenfläche abdecken, sollten die geplanten Bodenherbizide wie z.B. Goltix Gold/Titan oder Spectrum in ihrer vorgesehenen Gesamtmenge ausgebracht werden. Bei großen Ackerfuchsschwanzpflanzen empfehlen wir keine Mischungen von Gräsermitteln zur normalen Nachauflaufbehandlung. In diesen Fällen eine separate Überfahrt mit robusten Aufwandmengen bei den Gräsermitteln einplanen. Kontrollieren Sie Ihre Zuckerrüben auf Blattlausbefall. Der Bekämpfungsrichtwert liegt bei 10% Befall. Aktuell ist die Lage wieder entspannter.

Winterweizen:

Der Winterweizen hat im Kraichgau das letzte Blatt geschoben. In der Rheineben schiebt er die Ähren. Frühe Sorten stehen dort kurz vor der Blüte. Über das Wochenende wurden uns aus dem gesamten Dienstbezirk und über verschiedene Sorten hinweg Gelbrostfunde gemeldet. Gelbrost erkennen Sie an den gelben Pusteln, die wie eine Perlenkette aneinander gereiht sind


 

 
 

und er kann abgewisch werden


Falls noch nicht geschehen, sollte jetzt eine Fungizidmaßnahme mit einer breiten Wirkung gegen die Abreifekrankheiten erfolgen. Ist keine Fusariumbehandlung eingeplant, können 100% der zugelassenen Aufwandmenge verwendet werden. Folgt eine Blütenbehandlung, kann man die Aufwandmenge auf 70% reduzieren. Bei intensiver Bestandskontrolle, blattgesunden Sorten und keinem beginnenden Befall mit Gelb- oder Braunrost kann die Abschlussbehandlung bis zur Blüte abgewartet werden. Im Zweifelsfall telefonische Beratung anfordern.

Die Schadschwelle beim Getreidehähnchen liegt bei 0,5 – 1,5 Larven pro Halm bzw. 20% geschädigter Blattfläche. Aktuell ist kein Handlungsbedarf. Prophylaktische Behandlungen sind nicht zu tolerieren.

Mais:

Nach den kalten Nächten der letzten Woche wird der Mais langsam wieder grün. Nach den Niederschlägen kann die Bodenfeuchte für die Herbizide gut genutzt werden. Mischungen aus Blatt- und Bodenwirkstoffen haben sich bewährt. Achten Sie darauf, dass bei den Herbizidmaßnahmen nicht zu viel Wasser in den Maistüten steht. Wir erinnern an das Terbuthylazinverbot in Wasserschutzgebieten. Dazu zählen auch die ogl-Gebiete, für die Sie keinen finanziellen Ausgleich bekommen. Denken Sie bitte ebenso an die Auflagen bei nicosulfuron- und prosulfuronhaltigen Mitteln.

Sommergerste:

Die Sommergerste schiebt das letzte Blatt. Die Abschlussbehandlung gegen die Abreifekrankheiten sollte zum Stadium Grannen spitzen durchgeführt werden. Näheres im nächsten Warndienst.

Erbsen:

Achten Sie weiter auf Blattlausbefall. Bei Befall mit dem Nützling schonenden Produkt Pirimor behandeln.

Feldhygiene:

Die Taube Trespe steht kurz vor der Blüte. Hier ist ein Abmähen der Feldränder unbedingt zu empfehlen, um ein Aussamen in die Fläche zu verhindern. Stehen keine Trespen am Feldrand, sollte dieser nicht gemäht werden, um die Biodiversität in der Feldflur zu erhalten.

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