Wir informieren Sie über Winterraps, Wintergetreide und Dokumentation der Pflanzenschutzmaßnahmen
Winterraps:
Immer wieder bekommen wir Meldungen, dass auf einzelnen Schlägen nach wie vor ein hoher Befall mit Erdflöhen besteht, der zu einem massiven Lochfraß führt. Für pauschale Empfehlungen ist das Thema zu komplex. Bitte rufen Sie in solchen Fällen bei uns an.
Generell richtet sich jetzt das Augenmerk auf das Vorhandensein der Larven des Rapserdflohes in den Blattsielen der Rapspflanzen. Die ersten Larven sind bereits eingewandert. Für eine Behandlung ist es noch zu früh! Beigefügt erhalten Sie ein PDF-Dokument, wie Sie die Schadschwelle ermitteln können. Dieses Schreiben hat der Kollege Björn Trautmann-Lutsch bereits im letzten Jahr erstellt und ist sehr hilfreich.
Achten Sie weiterhin auf den Zuflug des schwarzen Kohltriebrüsslers, wie im letzten Rundschreiben beschrieben.
Anwendungen von Select 240 EC und Wachstumsregulatoren sollten abgeschlossen sein.
Wintergerste:
Wurden noch keine Bodenherbizide ausgebracht, sollte dies jetzt bei Befahrbarkeit zügig erfolgen.
Befinden sich in Frühsaaten bereits Gräser, die über das erste Blatt hinausgewachsen sind, muss zum Bodenpartner ein blattaktiver Wirkstoff zugemischt werden. Wir empfehlen in diesem Fall 0,9 Liter/ha Axial. Ideal ist das zwei bis drei Blattstadium des Grases. Für eine gute Benetzung sollte eine feintropfigere Düse gewählt werden, da der Ackerfuchschwanz noch sehr fein im Blatt und die Blattstellung überwiegend senkrecht ist.
Aktuell finden wir noch wenige Blattläuse in den Beständen, dennoch müssen Sie Ihre Schläge regelmäßig kontrollieren, ob eine Behandlung notwendig wird. Die Schadschwelle liegt bei 20% Befall. Kontrollieren Sie in den hellen Nachmittagsstunden Ihre Bestände auf Läuse. Bei Bedarf ein zugelassenes Insektizid anwenden (siehe Pflanzenproduktionsheft 2026, Seite 44).
Achten Sie bei dem Zusatz des Wirkstoffes CTU, dass dieser nicht auf drainierten Flächen eingesetzt werden darf.
Beachten Sie die Abstandsauflagen der eingesetzten Produkte zu den Gewässern!
Bei den Wirkstoffen Prosulfocarb und Pendimethalin (z.B. Boxer, Malibu, Stomp Aqua) muss eine Düsentechnik von 90% Abdriftminderung, eine Wasseraufwandmenge von 300 Liter/ha und eine Fahrgeschwindigkeit von maximal 7,5 km/h eingehalten werden.
Winterweizen:
Auch im Winterweizen sollte jetzt die vorhandene Bodenfeuchte für die Bodenherbizide genutzt werden.
Beachten Sie, wie in der Wintergerste beschrieben, die Auflagen der eingesetzten Produkte. Herbizide mit dem Wirkstoff Flufenacet (Herold SC, Mertil, Cadou, Carpartus, Fence, Malibu, Battle Delta und viele andere) müssen in diesem Herbst komplett aufgebraucht werden, da sie ihre Zulassung verlieren. Sprechen Sie mit Ihren Kollegen, falls Sie noch Restmengen haben, damit diese noch sinnvoll verwertet werden können.
Wir weisen Sie auf unsere Veranstaltung zur digitalen Schlagekartei am 12. November hin.