Pflanzenschutz-Hinweise Nr. 15 vom 27.05.2026

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Wir informieren Sie über Winterweizen, Sommergerste und Mais

 

Winterweizen:

In den späteren Gebieten des Dienstbezirkes und bei bestimmten Sorten bzw. späten Saatterminen blüht der Weizen am kommenden Wochenende. Aktuell sind Niederschläge übers Wochenende gemeldet, somit kann es zu Ährenfusariuminfektionen kommen. In diesen Fällen sollten unmittelbar vor oder nach einem Niederschlagsereignis Fungizide mit guter Fusariumwirkung (z.B. Navura, Prosaro) eingesetzt werden. Wurde bei der Behandlung im Fahnenblattstadium die Aufwandmenge auf 80% reduziert, kann zur Verlängerung der Braunrostwirkung ein tebuconazolhaltiges Fungizid (z.B. Tebu Super, Tebucur) zum Einsatz kommen. Andere Krankheiten spielen dieses Jahr keine Rolle mehr.

Schädlinge sind aktuell nicht im bekämpfungswürdigen Umfang vorhanden.  



Sommergerste:

Die Sommergerste im Kraichgau schiebt die Grannen bzw. die Ähren. Die Abschlussbehandlung gegen die Abreifekrankheiten kann durchgeführt werden. Auf Standorten mit deutlichen Trockenschäden kann die Aufwandmenge auf 70 bis 80% reduziert werden. 



Mais:

Bei den vorherrschenden Temperaturen fühlt sich der Mais sehr wohl und wächst entsprechend zügig. Falls noch nicht geschehen, sollten die Herbizidmaßnahmen zum Abschluss kommen. Behandlungen können in den sehr späten Abendstunden oder besser in den frühen Morgenstunden gefahren werden. 

Bei Nachbehandlungen gegen Winden und Distel müssen diese erst wieder ergrünen, um den Wirkstoff aufnehmen zu können.