Wir informieren Sie über Winterraps, Wintergerste, Winterweizen, Sommergetreide, Zuckerrüben
Winterraps:
In der Rheinebene gibt es Bestände, die bereits 10% geöffnete Blüten haben. Ab diesem Stadium schädigt der Rapsglanzkäfer nicht mehr. Die meisten Bestände stehen kurz vor Blühbeginn. Generell wurden bis jetzt sehr wenige Rapsglanzkäfer beobachtet. Erst bei Temperaturen über 16 Grad Celsius fühlt sich dieser Käfer wohl. Der Bekämpfungsrichtwert liegt bei 5 Käfern pro Haupttrieb bei schwachen Beständen und 10 Käfern pro Haupttrieb bei normalen Beständen. Bei Überschreitung der Schadschwelle können Mavrik Vita/Evure, Trebon 30 EC (Bienengefährdung B2) oder Mospilan SG/Danjiri eingesetzt werden. Die Aufwandmenge liegt bei allen Produkten bei 0,2 Liter/ha. Beachten Sie zwingend, dass bei Mischungen mit Fungiziden meist eine Änderung bei der Einstufung der Bienengefährdung einhergeht. Weitere Informationen finden Sie dazu im Pflanzenproduktionsheft auf Seite 86, Tabelle 42. Im Zweifelsfall Beratung anfordern.
Wintergerste:
Die Wintergerste befindet sich im Stadium 30 (Schossbeginn) bis 31 (ein Knoten Stadium). Der ideale Wachstumsregler Einsatz liegt zwischen dem Stadium 31 und 32 (ein- bis zwei- Knoten Stadium). Nach Ostern sind nach heutiger Wettervorhersage gute Bedingungen für diese Maßnahme gegeben. Passen Sie die Aufwandmenge des Wachstumsreglers Ihren Beständen an. Krankheiten findet man auf den neu gebildeten Blättern in nicht relevantem Umfang. Achten Sie bei der Winterbraugerste KWS Somerset auf Mehltaubefall.
Winterweizen:
Der Winterweizen befindet sich je nach Sorte und Saattermin zwischen Stadium Ende der Bestockung und Schossbeginn, in der Rheinebene erreichen Frühsaaten das 1 Knotenstadium. Krankheiten wurden auf den neu gebildeten Blättern nicht beobachtet.
Sommergetreide:
Für eine chemische Unkrautbekämpfung ist es noch zu früh. Sollte sich das Getreide im Auflaufen befinden, ist von einem Striegelgang abzuraten, da dies zu Ausfällen von Pflanzen führen kann. Ab dem 3 – Blatt Stadium ist ein Stiegelgang wieder möglich.
Zuckerrüben:
Aktuell sind keine Nachtfröste mehr gemeldet. Sollten die früh gesäten Bestände die letzten zwei Nächte gut überstanden haben, kann der Ostersamstag für die erste NAK genutzt werden. Schneckenbefall konnte bisher nicht beobachtet werden. Trotzdem empfehlen wir einen Schneckentest auf den eigenen Flächen anzulegen. In den Schutzgebieten ist die Ermittlung des Befalls Voraussetzung für den Einsatz von Schneckenkorn. Die Dokumentation sollte nicht vergessen werden!