Wir informieren Sie über Winterraps, Winterweizen, Sommergetreide, Zuckerrüben und Sojabohnen
Winterraps:
In der Rheinebene stehen die Knospen am Haupttrieb frei, im Kraichgau schiebt der Raps den Haupttrieb nach oben. Ab dem Freistehen der Knospen kann der Rapsglanzkäfer schädigen. Der Bekämpfungsrichtwert von 5 Käfern pro Haupttrieb bei schwachen Beständen und 10 Käfern pro Haupttrieb bei normalen Beständen wurde in der Rheinebene bereits in der letzten Woche auf einigen Schlägen überschritten. Kontrolliert wird der Befall am besten über die warme Mittagszeit, dann sind die Käfer am vitalsten. Die Rapsglanzkäfer können einfach in die Hand ausgeschüttelt werden oder in ein helles Gefäß hinein. Die Gelbschalen dienen nicht zur Feststellung des Befalls und können abgezogen werden. Bei Überschreiten der Schadschwelle können Mavrik Vita/Evure, Trebon 30 EC (Bienengefährdung B2) oder Mospilan SG/Danjiri eingesetzt werden. Die Aufwandmenge liegt bei allen Produkten bei 0,2 Liter/ha. Beachten Sie zwingend, dass bei Mischungen mit Fungiziden meist eine Änderung bei der Einstufung der Bienengefährdung einhergeht. Weitere Informationen finden Sie dazu im Pflanzenproduktionsheft auf Seite 86, Tabelle 42. Im Zweifelsfall Beratung anfordern. Langjährige Versuchsergebnisse zeigen alledings, dass die Zumischung eines Fungizides zu diesem Stadium nur in sehr wenigen Jahren wirtschaftlich ist. Lager in Raps ist natürlich zu vermeiden. Gefährdet sind wüchsige Bestände mit sehr hoher Bestandesdichte.
Winterweizen:
Noch ausstehende Herbizidmaßnahmen sollten in der nächsten Schönwetterphase abgeschlossen werden, wenn keine Nachtfröste gemeldet sind. Bedenken Sie bei der Mittelwahl das Resistenzmanagement, bei Bedarf können Sie sich gerne bei uns melden.
Sommergetreide:
Das Sommergetreide ist auch in diesem Jahr unter optimalen Bodenbedingungen gesät worden. Die Bodenstruktur ist feinkrümelig und locker. Dies sind gute Bedingungen für den Einsatz eines Unkrautstriegels. Besonders im Sommergetreide ist diese Maßnahme gut durchführbar und in der Regel wirtschaftlich. Evtl. Korrekturen können auch noch zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.
Zuckerrüben:
In der Rheinebene wurde in der letzten Woche mit der Rübensaat begonnen und auf einigen Betrieben auch abgeschlossen. Legen Sie nach der Saat einen Schneckentest an, damit Sie die Situation auf Ihren Schlägen besser einordnen können. In den Schutzgebieten ist die Anlage eines Schneckentests Voraussetzung, um Schneckenkorn bei Bedarf streuen zu dürfen. Die Dokumentation sollte nicht vergessen werden!
Sojabohnen:
Nach dem Wegfall des Wirkstoffes Metribuzin (war enthalten in Sencor liquid oder Artist) wurde für das Produkt Proman eine Notfallzulassung erteilt. Wir haben dieses Herbizid seit zwei Jahren in unseren Versuchen getestet. Als sicherste Variante hat sich dabei folgende Mischung herausgestellt:
2,0 Liter/ha Proman +
0,6 Liter/ha Spectrum +
0,25 Liter/ha Centium 36 CS
Ackerkratzdistel und Windenarten können nach wie vor in Sojabohnen nicht bekämpft werden.